Antifaschistischer Gegenprotest am 07.04.18 in Kandel

Kandel

Am 07.04.18 ab 14 Uhr will das sogenannte „Frauenbündnis Kandel“ eine „Großdemonstration“ auf dem Marktplatz in Kandel durchführen. Organisator ist Marco Kurz, der mit seinem „Marsch 2017″ 500.000 Menschen nach Berlin bringen wollte, um die Bundesregierung zu stürzen – und grandios gescheitert ist.
Jetzt backt „MC Shorty“ kleinere Brötchen, gibt sich damit zufrieden 1000 Menschen nach Kandel zu mobilisieren, statt der Bundesregierung sollen nun die Ortsbürgermeister zurücktreten. Grund für seine Forderung ist die mutmaßliche Ermordung eines fünfzehnjährigen Mädchens durch ihren Ex-Freund, einem Migranten.
Hierzu mobilisiert Kurz das gesamte rechtsradikale Spektrum der Region und darüber hinaus. Man gibt sich „überparteilich“, scheut sich jedoch nicht davor, Identitäre, NPD, Der 3. Weg, Die Rechte, Reichsbürger, Pegida-Nachahmer und Nazi-Hooligans mitmarschieren zu lassen, oder in die Orga zu integrieren.
Folgerichtig werden ausländerfeindliche Parolen und Forderungen, die Pegida-typischen Slogans, also Hass und Hetze propagiert.
Dies wird allerdings nicht ohne Gegenprotest stattfinden.
Kommt am 07.04.18 nach Kandel. Zeigt den Nazis die Rote Karte!
Wir werden über die weiteren Planungen auf unserer Facebookseite informieren.

Facebook sucks!

Und wieder einmal haben Facebooks Algorithmen oder MitarbeiterInnen ihre grenzenlose Dummheit bewiesen.

Für die Dokumentation der menschenverachtenden Sprache rechter Hetzer wurde einer unserer Admins von Facebook gesperrt.

Natürlich wissen wir, dass die Fascho-Hetzer uns unter besonderer Beobachtung haben.
Dass aber Facebook sich immer häufiger zum Komplizen dieser Faschisten macht, beobachten wir insbesondere seit dem Einzug der AfD in den Bundestag.

So langsam wird es lächerlich.

Sperrung f�¼r die Dokumentation von menschenverachtender Sprache? Danke f�¼r Nichts, Facebook!

Wir machen weiter!

Facebook-Melde-Attacke kann uns nicht stoppen!

Seit Januar engagieren wir uns in Kandel. Seit Januar beobachten wir, wie Rechte Gruppierungen den Mord an einem Mädchen für Hass und Hetze, für eine Politik des völkischen Nationalismus und gegen unser Grundgesetz instrumentalisieren.

Angefangen von der AfD, die sich einer Tarnorganisation bedient, über Identitäre Bewegung, NPD, Der dritte Weg, Ein Prozent, Marsch 2017, Pegida-Nachahmer, bis hin zu knallharten Nazi-Hooligans: alles was im Rechtsradikalen Spektrum glaubt Rang und Namen zu haben, versammelt sich unter dem Deckmäntelchen der „Überparteilichkeit“ demonstriert vorgeblich für „Sicherheit für Frauen“, oder mal gleich für „Meinungsfreiheit. Diese „Meinungsfreiheit“ nehmen diese SpießgesellInnen gerne für sich in Anspruch, können aber nicht akzeptieren, dass andere auch Meinungsfreiheit haben und sich die Freiheit auch nehmen, die rassistische und fremdenfeindliche Politik dieser ProtofaschistInnen als solche zu bezeichnen: völkisch, nationalistisch, fremdenfeindlich und rassistisch!

Ganz quierlig ist der Initiator des gescheiterten „Marsch 2017″ in Kandel unterwegs. Nachdem es ihm nicht gelungen ist, 500.000 Menschen zum Marsch auf Berlin zu mobilisieren um dort die Regierung zu stürzen, will er jetzt wenigstens die Bürgermeister der Stadt Kandel und der Verbandsgemeinde Kandel stürzen. Da dürfen statt 500.000 auch schon mal 15 Menschen reichen.

Wie auch immer:
Wir haben uns Feinde gemacht.
Und diese selbsternannten Vaterlandsretter haben seit Januar immer wieder versucht unsere Aufklärungs- und Informationsarbeit zu „sabotieren“. Beiträge unserer Facebook-Seite wurden massenhaft an Facebook gemeldet und dann von Facebook gelöscht.
Unsere Admins haben seit Januar schon 90 Tage Sperre von FB aufgebrummt bekommen. Jetzt also die komplette Seite.
Wenn die Nazis glauben, dass unsere Strukturen dadurch lahmgelegt seien, dann lassen wir sie gerne in diesem dümmlichen Glauben.
Letztlich haben sie nur das Schaufenster verhängt. Mehr nicht!

Wir werden weiter recherchieren, informieren, aufklären und Protest gegen Nazis organisieren. Dazu brauchen wir Facebook nicht wirklich.

Wir lassen uns nicht von irgendwelchen vorbestraften Kriminellen, die wegen Raub und Körperverletzung in Bruchsal eingesessen haben, die ein Problem mit Jugendämtern haben, weil der Vorwurf von häuslicher Gewalt ruchbar wurde, in unserem Tun für eine freiheitliche, tolerante, offene, soziale und gerechte Gesellschaft abhalten. Und auch nicht von anderen Nazis, ProtofaschistInnen, Nationalisten und Verfechtern autoritärer Strukturen.

Wir machen weiter und wir kommen wieder – auch auf Facebook.

Alerta!

Kandel, 24.03.2018

Statement von #KurfürstlichKurpfälzischeAntifa

Der gestrigen Tag ist aus unserer Sicht -um es euphemistisch zu umschreiben- suboptimal abgelaufen.

Wenn das Ziel ist und bleibt, die Nazis und Faschos aus Kandel wieder rauszubekommen, sind wir gestern diesem Ziel kein Stück näher gekommen.

Die Kundgebung von „Wir sind Kandel“ an sich war ja nicht verkehrt, wenn dessen Ziel war, dass DemokratInnen anderen DemokratInnen damit signalisieren wollten, dass man gegen Rechts ist.
Aber das weichgespülte Programm dieser Kundgebung entfaltet keinerlei Nachhaltigkeit – im Gegenteil: es fördert den Trotz der Rechten.
Und manche Reden waren höchstens dazu geeignet, den Protest und den Widerstand gegen Rassismus und Nationalismus zu spalten.
Angesichts von 4.000 Rechtsradikalen, Faschisten und dem Rechtsextremismus zugeneigten Menschen die durch Kandel marschieren, sich darüber auszulassen, dass man „aber auch gegen die politische Instrumentalisierung durch Linksextremisten“ sei, offenbart eine sehr ideologisch geprägte Einstellung, die die wahren gesellschaftlichen Relationen, wenn nicht leugnet, so zumindest ignoriert und die Straftaten von Rechts in unzulässiger Weise relativiert. Das werden wir den Konservativen nicht durchgehen lassen!

Es muss Schluss sein, mit Polizeirepression und übertriebenem niederschwelligen Gewalteinsatz gegen Menschen, die so aussehen, wie sich Konservative, Ordnungsbehörden, Polizei und PolizistInnen „Linke Randalierer“ vorstellen, die aber letztlich nur das gleiche Ziel verfolgen, wie die EinwohnerInnen Kandels: solidarisch den Faschos den Boden entziehen!

Wie gestern Teilnehmer einer angemeldeten Demonstration daran gehindert wurden zu dieser Demonstration zu gelangen, ist ein Skandal.
Nur durch unsinniges Handeln einiger weniger haben Polizei und Ordnungsbehörde sowie interessierte Politiker die Möglichkeit erhalten, von diesem skandalösen Umgang mit dem grundgesetzlich garantierten Recht auf Versammlungsfreiheit und der de facto Einschränkung eines Grundrechtes abzulenken.
Es kann nicht ernsthaft das Interesse engagierter AntifaschistInnen sein, den Ordnungsbehörden nachträglich die Legitimation für solche Grundrechtseinschränkungen zu liefern.
Das darf nicht mehr passieren.

Eine direkte Auswirkung auf die Rechten und irgendwelche Folgen für die kommenden Demos der Rechten hat diese Veranstaltung nicht.
Die Rechten konnten ungestört ihr Ding machen und werden sich sicher nicht beeindrucken lassen, solange es man ihnen nicht „ungemütlich“ macht.

Da muss über Aktionen nachgedacht werden, die den Ablauf der Demos der Rechten durcheinanderbringen.
Da muss der direkte Protest artikuliert werden.
Da muss quasi Auge in Auge eine demokratische, weltoffene und antifaschistische Mehrheit gegen die Rechten organisiert werden.
Und wir meinen damit keinen Krawall!
Aber kreative Aktionen, die die Rechten beeindrucken und behindern in der Artikulation ihrer menschenverachtenden Forderungen und ihrer nationalistisch-autoritären Ideologie.

Die Rechten müssen mit einem schlechten Gefühl aus Kandel abreisen!

Solange wir das nicht erreichen, kommen die immer wieder.

Wir werden versuchen, das was gestern an Vertrauen in uns -von einer kleinen Gruppe auswärtiger Personen- zerstört wurde, wieder zu erarbeiten. Wir sind (noch) nicht weg!

Mit solidarischen Grüßen
Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa

#FreeKandel
#FreeKKA